Über den Blog

Liebe Leser,

Dieser Blog soll eine Hilfe und Unterstützung, aber auch eine Plattform zum Austausch für Betroffene, Therapeuten und Neugierige sein.

Die Krankheit Borreliose ist in den letzten Jahrzehnten beunruhigend rasant weltweit angestiegen und bedarf sowohl mehr Forschung, als auch Aufklärung und Zusammenhalt. Sowohl die Diagnostik, als auch die Therapien sind noch lang nicht ausgereift und sind bis Heute kein Garant für eine Ausheilung. Damit will ich keine Hoffnungen zerstören, sondern vielmehr Mut machen, dass es dennoch Therapeuten und Forscher gibt, die sich nicht zufrieden mit dem Status quo geben und weiterhin auffordern noch mehr den Fokus auf diese lebensverändernde Krankheit zu legen.

Als Assistentin einer Praxis die auf Borreliose spezialisiert war, habe ich über die Jahre verschiedene Schicksale kennen gelernt, die über die Jahre keinen Anteil mehr am Leben hatten und nun wieder zu neuer Lebensqualität zurückgefunden haben. Aber gleichzeitig gab es auch immer wieder Fälle, die in ihrer Vielschichtigkeit ständig Rückfälle zeigten. Daher ermutige ich jeden der mit Borreliose in Berührung gekommen ist, seine Erfahrungen, positiv wie negativ, hier zu teilen, damit wir gemeinsam einen Weg aus der heutigen Situation finden.

Eure,

Elisabeth Gullans

Was ist bloß mit mir los?

Die Laborwerte sind Tip top und doch fühlst du dich richtig krank? Sehr schnell wird man dann als psychischer Fall abgestempelt, bekommt Antidepressiva verschrieben und soll erstmal Zuhause aufräumen. Häufig lässt das einen beschämt und allein gelassen zurück. Kennst du das Gefühl? Lass dich nicht entmutigen, denn meist stehen hinter deinen Symptomen auch reelle organische Ursachen. Zwar ist jeder Mensch ein Unikat und trägt sein eigenes Symptombild mit sich, dennoch sollten stets einige universelle Baustellen geklärt werden, bevor man als hoffnungsloser, psychosomatischen Fall abgestempelt wird.

1. Wie schaut’s aus mit dem Darm!

Mittagsmüdigkeit, Durchfall, Verstopfung, Blähungen sind die typischen Anzeichen für einen Darm ohne Charme. Dein Stuhl hat aber die perfekte Konsistenz, wird regelmäßig abgesetzt und stinkt auch nicht? Trotzdem kannst du ein offenes Darm Syndrom haben, eine Entzündung oder Pilzbelastung. Gerne zeigen sich Darmprobleme nämlich auch in Form von Migräne, Neurodermitis oder anderen Hauterscheinungen. Am besten fackelt man hier nicht lange, denn die Laborwerte sind preisgünstig und einfach abzunehmen z.B. Zonulin, alpha-1-Antitrypsin, sIgA, Pilze im Stuhl. Auch eine Zöliakie sollte immer bedacht werden!

2. Histamin, Zucker, Allergien, Unverträglichkeiten – du isst das falsche!

Deine Nase schwillt dauernd zu? Du hast Schwindel, Kreislaufschwierigkeiten nach dem Essen? Panikattacken, Herzrasen, Krämpfe, heftige Menstruationsbeschwerden? Die Auswahl an Symptomen ist groß. Auch hier kann das Labor Auskunft geben. Hast du einen hohen Histaminspiegel und dein Enzym zum Abbau macht seinen Job nicht? Weiter können sofortige und zeitverzögerte Allergien und Unverträglichkeiten jegliche Symptome auslösen und verstärken. Auch zu hohe Blutzuckerspiegel können über sogenannte advanced glykation endproducts (AGEs) Nukleinsäuren, Proteine und regulatorische Enzyme irreversibel verkleben.

3. Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten

Mikroorganismen und allen voran Borrelien stellen mehr als häufig die Ursache schwerer Krankheiten dar und werden leider allzu häufig übersehen. Leider stellen negative Befundergebnisse keine Gewährleistung dar und fügen dadurch eher noch einen Schaden zu. Dunkelfeldmikroskopie, Holmann Profil, LTTs etc. kann hier meist mehr Auskunft geben, als die gängigen ELISAs.

4. Zähne und Kiefer – die großen Störfelder

Zahnstörfelder, Prothesen, Zahnfüllungen, Wurzelbehandlungen, Karies, NICOs stellen häufig Infektionsherde und Therapieblockaden dar. Dabei zeigen Röntgenbilder nicht immer die volle Wahrheit. Hier empfiehlt sich in jedem Fall eine 3D Aufnahme, sowie eine Störfeldtestung der Zähne und ggf. Laborwerte wie RANTES, Mercaptane, Thioäther.

5. Schwermetalle und Mitochondrien- Dysfunktion

Der Zusammenhang zwischen Schwermetallen und mitochondrialer Dysfunktion ist mittlerweile in vielfachen Studien belegt. Dabei steht und fällt es mit den Mitochondrien. Wo die Mitochondrien nicht mehr funktionieren, entsteht weniger ATP, also letztendlich Kraft und stattdessen Lactat, Milchsäure, die unser Milieu übersäuert. Hast du noch Amalgamfüllungen? Titanprothesen? Rauchst du oder isst du viel Fisch und Reis? Mittlerweile finden sich in der Luft, im Boden, im Trinkwasser, in der Nahrung erhöhte Werte an Schwermetallen. Daher kann eine Entgiftung und Ausleitung ein Leben lang durchgeführt werden.

Diese Gründe…

Stellen neben Problemen im Bewegungsapparat, Atlas-Axis Geschehen, Organen, etc. häufige Ursachen chronischer Erkrankungen dar. Um die Zusammenhänge zu erfassen spielt eine lange und umfassende Anamnese eine zentrale Rolle. Vielleicht hast du dich hier wiedergefunden, vielleicht ist es aber auch ein anderes Problem. Dabei kann ein Therapeut in deinem Heilungsprozess wegweisend und unterstützend sein.

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Dann kannst du mich gerne anrufen unter: 040 – 24 18 12 18.

Deine Elisabeth Gullans

Schmerzfreie Zellmessung – toxische Metalle ganz einfach aufspüren.

Als Therapeutin beschäftige ich mich ständig mit neuen Methoden, Behandlungen und Technologien, um meinen Patienten bei ihren Beschwerden Linderung zu verschaffen. Genau aus diesem Grund habe ich die schmerzfreie Zellmessung in mein Leistungsspektrum aufgenommen. Sie können diese Messung der Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen, Spurenelementen und vor allem toxischen Metallen (Umweltgiften) direkt in den Zellen – und ohne Blutabnahme – binnen nur 30 Sekunden in meiner Praxis vornehmen lassen.

Dies ist ein Text bereitgestellt von MED Agentur GmbH. © 2018 All rights reserved – MED Agentur GmbH


DEFIZITE BEI MINERALSTOFFEN UND SPURENELEMENTEN – UND NICHTS HILFT?

Wenn Sie und Ihr Arzt – wie so viele andere – vor der Frage stehen: Warum verbessert sich der Mineral- und Spurenelementhaushalt nicht, obwohl ich schon etliche, hochwertige Produkte und Präparate ausprobiert und eingenommen habe? Dann liegt dies mit großer Wahrscheinlichkeit an einer zu hohen Konzentration von toxischen Metallen in Ihrem Körper.
Erst wenn Sie diese toxischen Metalle in den Griff bekommen, sind die Zellen wieder in der Lage, Spurenelemente und Mineralstoffe in den Zellen zu binden und den Körper ausreichend damit zu versorgen. Mit dieser Zellmessung kann ich die Konzentration von toxischen Metallen in Ihrem Körper erkennen und sofort auswerten – um dann gemeinsam mit Ihnen gezielt etwas gegen Versorgungsmängel im Körper zu unternehmen.

WARUM SIND TOXISCHE METALLE SO GEFÄHRLICH FÜR DEN KÖRPER?

Durch die wachsende Umweltbelastung befinden sich immer mehr Schwermetalle – wie zum Beispiel Arsen, Aluminium, Cadmium, Quecksilber, Blei oder Nickel – in der Luft, unserer Nahrung, Flüssigkeiten und Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Ja, toxische Metalle sind sogar in Fisch, Schalentieren oder Huhn, Lippenstiften und Kosmetika, Medikamenten und Impfstoffen, Schmuck und Münzen – und zahlreichen anderen Dingen enthalten, in denen man keine Schadstoffe diesen Ausmaßes vermutet. Wir nehmen tagtäglich toxische Metalle in uns auf und merken dies zunächst überhaupt nicht. Wenn sie sich jedoch im Körper ansammeln und in Knochen, Gewebestrukturen und Entgiftungsorganen – wie Leber oder Nieren – ansammeln, wird es ernst. Toxische Metalle bilden freie Radikale, schädigen Zellen und Gewebe. Dadurch, dass sie wichtige Mineralien und Spurenelemente blockieren, lösen sie Stoffwechselblockaden und Mangelsymptome aus.


WEITERE, MÖGLICHE GESUNDHEITSSTÖRUNGEN DURCH TOXISCHE METALLE

Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit Gedächtnisveränderung und -verlust, Verwirrung Wortfindungsprobleme, Sprachstörungen Seh- und Hörprobleme Schwindel, Gleichgewichtsstörungen Veränderung von Geruch, Geschmack, Gehör Brustschmerzen, Atemfunktionsstörungen, Kurzatmigkeit unregelmäßige Herzfrequenz / Herzrhythmusstörungen Übelkeit, Verdauungsstörungen, Darmveränderungen metallischer Geschmack, Taubheit / Kribbeln Müdigkeit, Schwäche, Schmerz Depressionen, Angstzustände, Koordinationsverlust Psychische Störungen, Hautausschlag


BLUT ABNEHMEN? ZWEITER TERMIN ZUR BESPRECHUNG? NICHT MIT DIESER ZELLMESSUNG!

Diese Zellmessung erfolgt nicht-invasiv – ohne schmerzhaftes Eindringen in den Körper. Mit einem handlichen Scanner wird über vier Punkte der Handinnenfläche in nur 30 Sekunden eine valide Messung durchgeführt. Die Ergebnisse sind sofort verfügbar und bilden die Basis für Ihren Behandlungsplan. Mit der Zellmessung wird ein viel breiteres Spektrum gemessen, als bei klassischen Messverfahren: 20 Mineralstoffe, 14 toxische Metalle und 15 weitere Gesundheitsmerkmale – wie z. B. der emotionale Status und das Burnout-Risiko – denen bei klassischer Messung meistens keine Beachtung geschenkt wird.
Kurz gesagt: Toxische Metalle sind gefährliche Gesundheitsblocker! Die Zellmessung erkennt sie durch eine ausgereifte Analysemethode binnen Sekunden. Sie sparen Zeit und Geld, erfahren durch diese Analyse Ihren genauen Gesundheitsstatus und damit verbunden, was Sie für Ihre Gesundheit aktuell unternehmen können! Vereinbaren Sie gleich einen Termin in meiner Praxis für Ihre Zellmessung. Sie werden staunen, was Ihre Zellen über Ihren Gesundheitszustand verraten – und ich berate Sie, wie Sie Ihre Werte und damit Ihr Wohlbefinden optimieren.

Kontaktieren Sie mich doch einfach unter:

Heilpraxis Elisabeth Gullans

040 – 24 18 12 18 oder unter heilpraxis.gullans@gmail.com

Die antibakterielle Photodynamische Therapie in der Borreliose Behandlung

Definition und Wirkmechanismus der aPDT:

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird die PDT am Menschen untersucht und angewandt. Der vielfältige Einsatzbereich reicht vom Bereich der Dermatologie, über Tumorerkrankungen bis hin zur Bekämpfung mikrobieller extra- und intrazellulär Pathogene (Weber, 2014).

Allgemein wird die PDT als lichtinduzierte Deaktivierung von Zellen, Molekülen und Mikroorganismen begriffen (Ackermann, 2001). Die Wirkweise dahinter beruht auf der Eigenschaft von Photosensitizern Photonen einer gewissen Wellenlänge zu absorbieren, diese auf Sauerstoffmoleküle zu übertragen und dadurch hochaggressive, zelltoxische Sauerstoffradikale wie Hydroxyl- und Superoxidradikale zu bilden, welche die Membranintegrität der Zielzellen schädigen (Rieger, 2012). Beispiele einiger solcher Photosensitizer sind Chlorin E-6, 5-Aminolävulinsäure (ALA), Riboflavin, Hypericin und Curcumin (Weber, 2014).

Im Zuge einer Borreliose-Therapie eignet sich insbesondere der Photosensitizer Riboflavin (Vitamin B2), da dies von den Bakterien verstoffwechselt wird (Nevin & Hampp, 1959). Den daraufhin entstehenden reaktiven Sauerstoffspezies können Borrelien aufgrund fehlender Katalasen und Peroxidasen (Whitehouse & Austin, 1997) nichts entgegensetzen und werden durch diese Sauerstoffradikale oxidiert.

Der Vorteil einer aPDT gegenüber einer Antibiotikabehandlung besteht dabei insbesondere in der Umgehung von Resistenzen der Bakterien bezüglich Riboflavin (Weber, 2014).

Anwendung in der Praxis:

Blaulaser (447 nm) wird mit 100 mW in Kombination mit Riboflavin als Photosensitizer intravenös für 40 Minuten angewendet. Die Sitzung sollte mindestens 2x wöchentlich für ca. 5 Wochen erfolgen.

Erfahrungen:

Die Wirksamkeit der aPDT gegen Bakterien, Parasiten und Viren wurde bereits in vielfachen Laboruntersuchungen belegt (Weber, 2014). Insbesondere im Bereich der Zahnmedizin (Rieger, 2012), aber auch im Praxisalltag haben wir inzwischen sehr gute Erfahrungen, speziell bei fortgeschrittener Borreliose, gemacht.

Messbar wird der Erfolg einerseits durch einen Rückgang der Symptomatik, aber auch durch Rückgang der Stimulationsindices beim Lymphozyten-Transformationstest auf Borrelienstämme und deren Oberflächenantigene (OspC, VlsE). Der Wert geht anfänglich unter Therapie nach oben, da durch die Therapie vermehrt „Borrelienleichen“ von den Makrophagen den B- Lymphozyten präsentiert werden und dadurch die Aktivität der borrelienspezifischen B-Lymphozytenaktivität zunimmt. Circa 6-12 Wochen, nach Ende der aPDT, fallen jedoch diese Stimulationsindices deutlich in den Normbereich ab.

Kann man Borrelien unter dem Dunkelfeldmikroskop erkennen?

Schaut man zum ersten mal unter ein Dunkelfeldmikroskop und sieht seine roten und weißen Blutkörperchen, wirkt es fast wie ein eigenes Universum. Es ist ein Einblick in den Körper, der einem nur selten vergönnt ist. Mal ist der Hintergrund vollständig bedeckt mit weiß und bunt leuchtenden Körnchen, mal mit einem dichten Netz in dem sich die Blutkörperchen verfangen und mal ist der Hintergrund einfach Schwarz. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) können dabei rund, eiförmig, eingedellt, stechapfelförmig, wabernd, als Geldrollen oder nur als Schatten erkennbar sein. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) dagegen sind manchmal amöbenartig in Bewegung und umschließen Partikel, oder zerfallen bereits. Im Dunkelfeld gibt es eine Menge zu entdecken, aber Bakterien sieht man meist keine…

Wie kommt es nun, dass so viele Therapeuten auf das Dunkelfeld schwören wenn es um die Diagnose Borreliose geht? Das Geheimnis liegt darin, die Blutkörperchen zum Platzen zu bringen. Die Welt die sich dahinter verbirgt kann sowohl faszinierend als auch erschreckend sein: Lange unbewegliche Fäden, kurze Stäbchen, korkenzieherartige Spirochaeten, runde kleine Kokken, wie an einer Perlenkette aufgereihte Kokken (Streptokokken) oder unregelmäßig angeordnet als Staphylokokken, Sonnenförmige Gebilde die sich amöbenartig fortbewegen, Biofilme, Kreise mit flimmernden Kränzen und und und.

Woran erkennt man Borrelien?

Borrelien gehören zu den Spirochaeten. Das sind korkenzieherartig gewundene Bakterien, die sich durch eine sehr flexible Zellwand auszeichnen. Die Bewegung erfolgt über Endoflagellen rotierend um ihre Längsachse. Dabei sind die Bakterien sowohl anhand ihrer Bewegung, als auch meist durch das spiralige Aussehen klar von anderen Bakterien abgrenzbar. Insbesondere Anzahl und Aussehen der Spirochaeten kann während einer Therapie von großem Wert sein: sind sie kurz, lang, dick, kontrastarm, haben sie kleine Kügelchen oder bewegen sie sich in Biofilmen?

Problematisch dagegen ist jedoch, dass Borrelien nicht die einzigen Vertreter der Spirochaeten sind. Bekannte Arten sind z.B. Treponemen (Syphiliserreger) oder Leptospiren (verursachen die Leptospirose), aber auch harmlose unbekannte Arten können in Natur und Körper vorkommen.

Das bedeutet im Dunkelfeld kann man zwar Borrelien erkennen, man kann aber nicht wissen ob jene Spirochaeten auch Borrelien sind. Daher sollte man die Dunkelfeldanalyse wenn möglich nicht als alleiniges Diagnostikmittel verwenden, sondern anschließend ebenfalls einen sensitiven Labortest durchführen wie z.B. einen Imunfluoreszentest (IFT), Immunoblot (IB) oder den Lymphozytentransformationstest (LTT). Und dennoch gilt: es wird solange weitertherapiert bis keine Spirochaeten mehr zu sehen sind!

Um mal einen kleinen Einblick in die Dunkelfeldanalyse zu schaffen hab ich hier ein kurzes Video zusammengestellt:

Spirochaeten unter dem Dunkelfeldmikroskop

Gerne möchte ich deine Meinung zu dem Beitrag hören. Hast du Zweifel oder möchtest du selber mal dein Blut unter dem Mikroskop anschauen? Lass mir doch ein kurzes Kommentar da!

Deine Elisabeth

Woran erkenne ich eine Borreliose?

So einfach die Frage klingt, so schwierig ist die Antwort. Getreu dem Motto ‚Nichts muss, Alles kann‘ windet sich die Borreliose aus Leitlinien und Standards, die uns doch allen in Diagnostik und Therapie helfen sollen. Diese Leitlinien haben durchaus ihre Berechtigung, jedoch übersteigt die Borreliose bei weitem kategorisierte Symptome und entzieht sich häufig einer Labordiagnose. Dies sind zwar Hürden in der Diagnosefindung, sind aber mit etwas Erfahrung und Wissen durchaus zu überwinden.

Gab es einen Zeckenbiss?

Diese Frage wird zwar häufig gestellt, deckt bei weitem aber nicht die Infektionsmöglichkeiten ab. Viele Betroffene wurden in ihrem Leben von einer Zecke gebissen, manche von den kleinen kaum sichtbaren Nymphen und andere überhaupt nicht. Andere wurden von Bremsen oder Spinnen gebissen, oder von Mücken zerstochen. Wieder andere haben die Borreliose bereits intrauterin, also über den Mutterleib, vor der Geburt erhalten. Mittlerweile wurden die Borrelien sogar im Sperma des Mannes gefunden. Wie man sehen kann sind die Infektionsmöglichkeiten sehr vielseitig und sehr häufig fehlt dabei der rote Hof (Erythema migrans) um die Einstichtelle.

Ist das Erythema migrans sichtbar muss sofort ein Arzt konsultiert werden!

Welche Symptome zeigen sich bei einer Borreliose?

Borreliose wird gerne die Krankheit mit den tausend Gesichtern genannt. Auch hier bewahrheitet sich das ‚Alles kann – Nichts muss‘. Klassische Symptome wären mitunter Grippeähnliches Fieber und Schlappheit bei frischer Infektion, Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen und -lähmungen, Kribbeln in Händen und Füßen. Es gibt jedoch ein paar Symptome, die nicht offensichtlich in Zusammenhang stehen, jedoch aufhorchen lassen. Dazu gehören z.B. Knie- und Nackenschmerzen, nächtliches Herzrasen und stolpern, Panikattacken und Depressionen, Nebel im Kopf, Schwindel und Wortfindungsstörungen, u.v.m. Auch ernste Krankheitsbilder wie z.B. Multiple Sklerose, Parkinson, Arthrose, oder Fibromyalgie können als (Mit)verursacher Borrelien haben.

Am Ende können hinter allen Symptomen auch eine Borreliose stecken. Warum das so ist? Borreliose ist eine systemische Erkrankung. Das bedeutet Borrelien wirken nicht nur lokal an der Stelle der Infektion, sondern verbreiten sich über den Körper. Dabei sondern sie permanent Stoffwechselprodukte ab, die mitunter für unseren Körper giftig sind. Je nach Konstitution, Schwachstellen oder zusätzlichen äußeren Faktoren manifestieren sich die Probleme an unterschiedlichen Stellen im Körper.

Wie kann ich Borreliose denn nun diagnostizieren?

Die Diagnose Borreliose ergibt sich wie ein Puzzlebild aus verschiedenen Teilen.

Gab es einen Zeckenbiss mit Wanderröte ist die Diagnose schnell geklärt. Bei chronischen Borreliosen stehen die Symptome im Vordergrund, die es nun gilt mit Laboruntersuchungen zu untermauern. Dabei hat sich bewährt über Dunkelfeldmikroskopie eine Idee der Quantität und Qualität der Erkrankung zu erhalten und weiterführend einen Lymphozytentransformationstest (LTT) oder Immunfluoreszenztest (IFT) zu machen.

Nicht immer fallen die Laboruntersuchungen positiv aus, jedoch kann ich bei begründetem Verdacht nur ermutigen nicht aufzugeben und einen anderen Test zu versuchen.

Stehst du gerade selbst vor dem Problem oder hast du damit bereits Erfahrung gemacht, lass gerne eine Frage oder einen Kommentar da. Dann können wir uns gegenseitig helfen und unterstützen!

Eure Elisabeth